Das war es mit den alten Frequenzen

Aus für alte Schnurlostelefone
In den 90er-Jahren waren sie Massenware, aber bald darf sie niemand mehr benutzen: Analoge schnurlose Telefone der ersten Generation sind ab 2009 verboten. Laut Bundesnetzagentur müssen sie ersetzt werden, weil die Frequenz, auf der sie jetzt funken, neu vergeben wird - an Mobilfunkbetreiber.

Das Verbot gilt für schnurlose Telefone der Baureihen mit der Bezeichnung „CT1+" und „CT2". Besonders „CT1+"-Telefone haben sich als langlebig erwiesen. Und sie werden immer noch verkauft - an Menschen, die Angst vor Strahlung haben. Denn „CT1+"-Telefone senden nur, während man telefoniert. Legt man auf, herrscht Funkstille. Wer sich über das Verbot hinwegsetzt und sein Telefon trotzdem weiter nutzt, riskiert eine saftige Strafe. Denn wenn das alte Telefon andere stört, rücken Funkfahnder der Bundesnetzagentur aus. Sie orten den Störer mit aufwändigen Messungen - und stellen das dem Störer in Rechnung. Bis zu 1600 Euro kann solch ein Verstoß kosten. Nicht betroffen vom Verbot sind die Schnurlostelefone der neueren Generation, die so genannten DECT-Geräte. Ob es sich um ein „CT1+"- oder „DECT"-Gerät handelt, steht in der Regel in der Bedienungsanleitung. Aber auch Fachhändler oder die Servicehotline der Hersteller können weiterhelfen. tas