Unabhängige Patientenberatung wirkt

90 Prozent aller Patienten sind mit der UPD vollkommen zufrieden
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), zu deren Gesellschaftern auch der Sozialverband VdK Deutschland gehört, wird von den Ratsuchenden geschätzt und sehr gut angenommen.

Das ergab jetzt eine erste Patientenbefragung auf Grundlage einer Studie der Prognos AG. Knapp 90 Prozent aller befragten Ratsuchenden zeigten sich vollkommen oder weitgehend zufrieden mit der Beratung. Damit zieht die UPD knapp eineinhalb Jahre nach ihrem Start eine positive Zwischenbilanz.

Nach der Prognos-Studie wird die UPD ihrer Lotsenfunktion gerecht - sie erleichtert es Ratsuchenden, sich im Gesundheitswesen zurechtzufinden. Die große Mehrheit der Ratsuchenden konsultierte nur einmal die Mitarbeiter der UPD, zeigte sich mit den Antworten sehr zufrieden und meldete keinen weiteren Beratungsbedarf an.

Insgesamt lassen sich gut drei Viertel aller Patientenanfragen in vier inhaltliche Gruppen einteilen: Die meisten Patientenanfragen drehten sich um eine Konfliktberatung. Anlass waren Beschwerden über Ärzte oder Krankenhäuser, oft wurde auch die Unterstützung wegen des Verdachts auf Behandlungsfehler gesucht. Insgesamt machte diese Gruppe 21,1 Prozent aller Befragten aus.

Auch bei der mit 18,7 Prozent aller Befragten zweitgrößten Gruppe spielte die Konfliktberatung eine Rolle. Hierbei handelte es sich um Fragen bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegen Kassen oder um Fragen zu Kostenerstattung und Behandlungskosten. Orientierung und allgemeine Informationen zu den Themen Kosten, Patientenrechte und Zusatzversicherungen strebte die drittgrößte Gruppe an, nämlich 17 Prozent der in der Umfrage Antwortenden.

Die kleinste Gruppe mit 15,5 Prozent hatte allgemeine medizinische Fragen zu Krankheiten, ihrer Behandlung und zu entsprechenden Produkten. Die Ratsuchenden kamen zur UPD, weil sie unabhängig ist (66,3 Prozent). Auch die Kostenfreiheit (45,3 Prozent) und Empfehlungen (34,1 Prozent) spielten eine Rolle.

Die Umfrage legte offen, dass sich 86,8 Prozent aller Befragten vollkommen oder weitgehend in ihrer Patientenautonomie gestärkt fühlten. Neben der empfundenen Fachkompetenz, die von über 90 Prozent als vollkommen oder weitestgehend zufriedenstellend bewertet wurde, wurden auch die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft der UPD-Berater geschätzt.

92 Prozent gaben an, die Beratungsstelle bei neuen Problemen "auf jeden Fall" wieder in Anspruch zu nehmen, sogar 93,3 Prozent wollten die Dienste weiterempfehlen.

Ende Januar 2007 konnte im Rahmen eines Modellvorhabens auf Grundlage des Paragrafen 65 b Sozialgesetzbuch V die Unabhängige Patientenberatung Deutschland offiziell ihre Arbeit aufnehmen. Getragen von Mitteln aus der gesetzlichen Krankenversicherung soll die UPD durch unabhängige Beratungen die Eigenverantwortung von Patienten stärken. Als Gesellschafter haben sich in der UPD der Sozialverband VdK Deutschland e. V., der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. und der Verbund unabhängige Patientenberatung e. V. zusammengeschlossen.

Die UPD berät und informiert zum Beispiel über Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL-Leistungen), die die Krankenkasse nicht abdeckt, über Zusatzversicherungen, Vorsorge und Impfungen, Patientenrechte, die Leistungen der Krankenkassen, bei Konflikten mit Ärzten oder Kassen, zu allgemeinen Fragen über Behandlungskosten und Behandlungsmöglichkeiten, bei Verdacht auf Behandlungsfehler und zu Patientenverfügungen. Die UPD hilft aber auch bei der regionalen Suche nach Ärzten und Krankenhäusern. (Vb)

Weitere Informationen:
Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH
Littenstraße 10
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presse@upd-online.de
www.upd-online.de

Quelle: www.vdk.de (1.9.2008)